Die Galtigentürme - Der schönste Weg auf den Pilatus

May 14, 2017

 

 

Was wäre Luzern ohne den Pilatus?

 

Sicherlich auch schön, aber vielleicht nicht ganz so schön. Zumindest hätten die vielen (asiatischen) Touristen etwas mehr Zeit die Stadt anzuschauen. Jetzt gibt es aber nunmal diesen Berg, auf den auch noch die steilste Zahnradbahn der Welt führt und so ist es im Pflichenheft einer jeden Reisegruppe dort hinauf zu fahren.

 

Es gibt aber noch einen anderen Weg, auf dem man sicher keine gehetzte Reisegruppe trifft

 

Die Galtigentürme. Schon der Name ist irgendwie beeindruckend, oder nicht?

 

Die Galtigentürme sind zu viert und lassen sich in 11 Seillängen und etwa 3-5 Stunden klettern (mehr Zeit einplanen, da man oben noch etwa eine Stunde bis auf den Gipfel laufen muss). Grosses Können ist nicht gefragt und wer bis 4c sicher klettert fühlt sich hier wohl. Absolute Genusskletterei bei traumhafter Aussicht!

Weiterer Pluspunkt: Nach jedem Turm ist ein Ausstieg möglich. Praktisch, wenn man vom Wetter überrascht wird.

 

Die Galtigentürme bei Nebel - elf Seillängen und eine Überraschung

 

Das erste Mal auf die Galtigentürme bin ich bei dichtem Nebel geklettert. Zu Fuss weg vom Parkplatz beim Alpgschwändbähnli. Dann in etwa 1.5 Stunden zum Einstieg des ersten Turms. Die Kletterei geht auch bei Nebel gut, macht nur nicht ganz so viel Spass, wenn der Vorsteigende nach zwei Metern komplett unsichtbar ist. Aber wer weiss, vielleicht gibts ja doch noch Sonne.

 

Nach der siebten Seillänge war die Hoffnung weg, dass es doch noch ein Sonnenstrahl durch diese Nebelsuppe schaffen würde. Aber macht nichts.

 

In der letzten Seillänge waren die Gedanken schon nicht mehr bei der Sonne, sondern mehr bei der Brotzeit, die im Rucksack wartete. Zwei Exen noch und dann - war mein Kopf plötzlich über dem Nebelmeer.

 

 

Herrlich war der Ausblick auf all die weissen Riesen in der nahen Ferne. Eine schönere Belohnung hätte es nicht geben können und so bleibt mir die erste Galtigentürme-Kraxelei in bester Erinnerung.

 

Zum Nachklettern

 

Mit dem Auto bis zum Parktplatz der Alpgschwänd-Bahn. Dann zu Fuss den Schildern nach Richtung Pilatus. Oberhalb der Station Ämsigen befindet sich die Mattalp und darüber die Mattalpplatte. Entweder man steigt direkt dort ein oder läuft links vorbei auf einem Pfad weiter hoch zum Einstieg in den ersten Turm.

 

Wer es gemütlicher mag, der nimmt ab Alpnachstad die Zahnradbahn und fährt bis zur Station Ämsigen (Halt auf Verlangen).

 

Nach dem vierten Turm geht es über einen Pfad, der ab und zu mehr Wiese als Pfad ist, Richtung Pilatus. Links dran vorbei und immer aufwärts. Falls das Auto beim Alpgschwänd-Bähnli steht geht man zu Fuss Richtung Fräkmüntegg und ab da Richtung Alpgschwänd (Karte nicht vergessen).

Ansonsten per Zahnradbahn wieder runter nach Alpnachstad (Billet gleich kaufen und dann Pause machen. Es ist immer sehr viel Betrieb.)

 

Schwierigkeit: 3a - 4c

Ausrüstung: 40 Meter Seil, 8 Exen, 1-2 Friends

 

Die komplette Tour ist beschrieben im plaisir Ost oder auf hikr.org.

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